vom Zahlenwahnsinn zu Wahnsinnszahlen by die Zahlenflüsterin

vom Zahlenwahnsinn zu Wahnsinnszahlen by die Zahlenflüsterin

Transkript

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00:00:00: Meine Geburtstagsserie mit den fünf Erkenntnissen ist letzte Woche zu Ende gegangen.

00:00:05: Während der Serie habe ich über viele Dinge gesprochen, die in meinem bisherigen Leben gelernt oder gesehen oder bewartet haben – über Geld und Entscheidungen, Selbstständigkeit und natürlich auch ein bisschen über ganz persönliche Erfahrungen.

00:00:27: Im Nachhinein, nachdem es durch war habe ich gemerkt, dass sich eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich nicht gut genug oder oft genug betont habe.

00:00:39: Und gleichzeitig geht es dabei um einen Wert, der in meinem Leben wahrscheinlich schon immer besonders wichtig war.

00:00:47: allerdings habe ich das sehr spät gemerkt oder sehr späht benennen können.

00:00:55: Es geht um Freiheit.

00:00:58: Was Freiheit für mich bedeutet, hat sich im Laufe meines Lebens verändert.

00:01:05: Ich habe das vielleicht gar nicht in Frage gestellt vorher und ich dachte, Freiheit hänge vor allem von äußeren Umständen ab.

00:01:14: Davon ob ich angestellt bin oder selbständig bin wie viel Zeit ich zur Verfügung hab, wieviel Geld welche Verpflichtungen gibt es?

00:01:24: Und welche Entscheidungen andere Menschen für mich treffen.

00:01:31: Natürlich kann man diese Dinge nicht ganz ausschließen.

00:01:35: Es gibt echte Grenzen, die man nicht einfach ignorieren oder wegdenken kann.

00:01:41: Wir haben alle Verpflichtungen oder finanzielle Rahmenbedingungen gesundheitliche Grenzen und auch Verantwortung für andere Menschen.

00:01:53: Ob es Kinder sind Eltern sind egal Aber irgendwann merkst du dass viele Grenzen in deinem Leben gar nicht von außen kommen.

00:02:04: Zumindest so war es für mich, ich hatte sie nämlich selbst gebaut oder ich hatte Regeln von Außen übernommen und Sie beibehalten obwohl sich meine Situation verändert hatte.

00:02:20: Ich behandelte bestimmte Dinge weiterhin als gegeben, obwohl schon lange niemand mehr von mir diese Dinge verlangt hatte.

00:02:32: Vielleicht kennst du die Geschichte von den Flöhen.

00:02:36: Es geht nämlich um Flöhe, die in einem Glassbehälter sassen oder ich weiß nicht ob der Behälter gleich egal.

00:02:45: Auf jeden Fall gab es eine Glasscheibe oben drauf und die Flöhesprangen immer wieder nach oben und stießen dabei gegen das Glas.

00:02:55: Mit der Zeit lernten sie nur noch so hoch zu springen dass ihr die Scheibe nicht mehr berührten.

00:03:03: Irgendwann wurde diese Glasscheibe entfernt, eigentlich hätten sie nun viel höher springen und das den Behältern verlassen können.

00:03:14: Taten Sie es aber nicht!

00:03:16: Sie sprangen weiterhin bis zu Höhe an der früher die Scheibe gewesen war.

00:03:23: Ob die Geschichte genau so erzählt wird ob sie ihnen halt nicht so stimmt weiß ich nicht Aber das ist auch nicht entscheidend für meinen Gedankengang, weil das Bild vielleicht sehr treffend.

00:03:36: Wir Menschen nämlich ziemlich oft oder viele leben genau so.

00:03:43: die äußere Grenze ist längst verschwunden aber wir verhalten uns weiterhin so als wäre sie noch da.

00:03:52: ich hatte sogar eine Geschichte gehört mit einem Elefanten angekettet und soweit also.

00:03:57: es gibt glaube ich sehr viele bildhafte Erzählungen, um diesen Gedanken darzustellen.

00:04:06: Wir haben nämlich gelernt wie weit wir gehen dürfen was möglich ist das angeblich nicht geht und irgendwann haben wir aufgehört zu prüfen oder zu hinterfragen ob diese Grenze überhaupt noch existiert oder für uns grütig ist.

00:04:24: die Selbstständigkeit finde ich dafür ein super tolles Beispiel.

00:04:29: Viele Menschen verbinden Selbstständigkeit automatisch mit Freiheit, außer die denken selbstverständlich.

00:04:37: Aber du hast keine festen Arbeitszeiten, kein Chef und theoretisch die Möglichkeit, die eigene Zeit und das eigene Leben selbst zu gestalten.

00:04:47: Ich dachte das auch!

00:04:52: Als ich mich selbstständig gemacht habe, konnte ich meine Zeit tatsächlich freier einteilen.

00:04:58: Und trotzdem hatte ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich früher aufgehört hatte.

00:05:04: Ich dachte, ich müsste immer erreichbar sein!

00:05:06: Ich wollte Dinge möglichst sofort erledigen und hatte das Gefühl jede freie Stunde sinnvoll nutzen zu müssen.

00:05:16: Niemand gibt mit der Selbstständigkeit so einen Handbuch mit und sagt hier, dass sind die Regeln dieses Spiels.

00:05:24: Obwohl... Bin noch nicht sicher.

00:05:27: was das für Regeln sein könnten.

00:05:29: Egal, es gab theoretisch ja keinen Chef der von mir verlangte zu einer bestimmten Uhrzeit am Schreibzusitzen.

00:05:39: Niemand kontrollierte ob ich am Nachmittag mit Max spazieren war oder weitergearbeitet hat und dennoch lebte ich so als ob diese Vorgaben existierten.

00:05:54: Ich selbst hatte sie mir auferlegt.

00:05:58: Ich war äußerlich zwar freier geworden, aber innerlich bewegte ich mich weiterhin innerhalb diesen alten Grenzen unter der Glasschalbe sozusagen.

00:06:11: Mit der Zeit habe ich doch angefangen irgendwann diese Grenzen in Frage zu stellen.

00:06:18: Wer sagt das eigentlich dass sich das so machen muss?

00:06:21: Ist diese Grenze wirklich da?

00:06:24: ist sie sinnvoll und notwendig oder verhalte ich mich nur danach, weil ich es immer so gemacht habe.

00:06:31: Damit möchte ich ja nicht sagen dass jede Grenze schlecht ist.

00:06:35: Manche Grenzen sind richtig und wichtig!

00:06:39: Sie schützen uns nämlich manchmal vor uns selbst, geben uns Orientierung und entstehen aus Verpflichtungen die wir bewusst übernommen haben.

00:06:55: Also Freiheit heißt daher nicht ohne Rücksicht auf andere zu leben oder immer nur das zu machen, worauf man gerade Lust hat.

00:07:05: Es geht vielmehr darum selbst entscheiden zu können welche Grenzen man akzeptiert und welche man nicht mehr länger als gegebenen oder unveränderlich hin nimmt.

00:07:20: Und dafür muss man sich ein bisschen kennen.

00:07:24: Ich muss wissen, was wirklich für mich wichtig ist.

00:07:28: Wie ich leben und arbeiten möchte, wie viel Sicherheit ich brauche, welche Verantwortung ich übernehmen will, was mir gut tut und was mich auf Dauer erschöpft.

00:07:39: Und ich muss mich auch in den Dingen oder in den Punkten akzeptieren, indem nicht vielleicht anders bin als andere Menschen.

00:07:49: Weil wenn selbst kenne oder akzeptiere, orientiere ich mich sehr schnell natürlich an fremden Regeln.

00:07:57: Weil Regeln geben mir ein bisschen Sicherheit.

00:08:02: Du kennst das bestimmt!

00:08:04: Du fragst dich was machen die anderen eigentlich in ihrer Selbstständigkeit?

00:08:08: Wie führen sie ihre Selbständigkeit?

00:08:10: wie viele Stunden arbeiten Sie, wie viel schaffen sie und welche Ziele verfolgen sie?

00:08:17: aber wenn du dann... Für mich galt das so, wenn ich jetzt einfach nur regeln für eines Arbeitsgebers gegen neue Regeln austausche die ich mir selbst aufherlege weil ich es irgendwo aufgeschnappt habe.

00:08:32: Bin nicht dann theoretisch frei richte aber mein Leben trotzdem danach aus was ich glaube tun zu müssen nach regeln anderer Menschen.

00:08:45: je besser ich mich kennengelernt hab desto leichter ist es mir gefallen, eigene Entscheidungen zu treffen.

00:08:56: Nicht unbedingt Entscheidungen die andere für vernünftig halten oder nicht immer die Entscheidungen dem nach außen besonders nach Erfolg und Ju-Hu-Huu aussieht.

00:09:11: Es geht um Entscheidungen, die zu mir und meinem Leben passen.

00:09:15: Weihliches so will.

00:09:17: Das gilt für meine Arbeit, meine Selbstständigkeit aber auch viele private Entscheidungen.

00:09:23: Also ich möchte damit sagen, Freiheit bedeutet nicht alles machen zu können.

00:09:30: Es bedeutet bewusst zu entscheiden welche Grenzen ich akzeptiere und welche ich nicht länger als gegeben hinnehme.

00:09:39: Und natürlich bedeutet das auch mir zu erlauben diese Entscheidungen tatsächlich zu treffen Nicht nur davon zu träumen und darüber nachzudenken.

00:09:53: Wir wissen in den meisten Fällen, was gut für uns ist und was schlecht für uns.

00:09:59: Dennoch warten wir trotzdem auf die Zustimmung von außen.

00:10:04: Wir warten darauf, dass jemand sagt es okay wenn du weniger arbeiten willst.

00:10:10: Es ist okay, wenn du einen anderen Weg gehen willst.

00:10:13: Ist ok, wenn Du eine Pause machen möchtest oder eine Entscheidung treffen möchtes, die nicht Erwartungen der Gesellschaft oder andere Menschen entspricht.

00:10:24: Manchmal kommt diese Erlaubnis gar nie und deswegen ist mein wichtigste Erkenntnis vielleicht oder einer meiner wichtigsten Erkenntnisse, du bist frei wenn du es dir erlaubst.

00:10:41: das klingt vielleicht einfach und denkst haha aber für mich war deshalb gar nicht so lange gar nicht greifbar.

00:10:53: Heute verstehe ich Ihnen endlich so, dass Freiheit beginnt dort wo ich aufhöre jede alte Grenze automatisch als glütig zu akzeptieren.

00:11:04: Wo ich mich selbst gut genug kenne um zu wissen was zu mir passt und wo ich mich auch annehme das sich danach handeln kann.

00:11:17: Und jetzt Frage an dich!

00:11:20: Wo lebst du noch innerhalb einer Grenze, die vielleicht längst nicht mehr existiert?

00:11:26: Oder grundsätzlich was bedeutet Freiheit für dich?

00:11:31: Schreibt mir gerne email.com wie du magst.

00:11:35: newsletter Antwort.

00:11:36: ich freue mich auf jeden Fall sehr sehr von dir zu hören und was du darüber denkst.

00:11:43: wir hören uns nächste Woche wieder.

00:11:45: bis dahin.